LINHARDT Hambrücken nimmt Blockheizkraftwerk in Betrieb

Offiziell in Betrieb genommen wurde nun das neue Blockheizkraftwerk der Firma LINHARDT & Co. GmbH in Hambrücken. Franz Hacker, Geschäftsführer der Firma LINHARDT hatte hierzu einen hochkarätigen Kreis an Gästen eingeladen. Für ihn, so Hacker zur Begrüßung, sei es ein Tag der Freude zusammen mit dem Team der Führungskräfte das Blockheizkraftwerk offiziell in Betrieb nehmen zu können. Seitens der Firma LINHARDT sei die Co2 neutrale Produktion zentraler Bestandteil der Firmenstrategie. Dabei gebe es, so führte der Geschäftsführer weiter aus, keinerlei Widerspruch zwischen Ökologie und Ökonomie. Sparen doch die rund 2,6 Millionen Kilowattstunden elektrischer Energie, welche durch das Kraftwerk erzeugt würden, rund 1.600 Tonnen Co2 pro Jahr ein. Des Weiteren erzeugt die Firma hiermit ihre komplette Prozesswärme bzw. -kälte, war zu hören.

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Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg dankte insofern für das Bekenntnis der Firma LINHARDT zum Klimaschutz. Deckungsgleich seien dabei die Ziele der Firma LINHARDT mit der grün-schwarzen Landesregierung, nämlich Ökonomie und Ökologie gemeinsam als strategisches Ziel zu nutzen.

Per Knopfdruck haben Joachim Hofmann, Geschäftsführer MVV Energy-Solutions, Franz Hacker, Geschäftsführer LINHARDT, sowie Staatssekretär Andre Baumann (von links) das BHKW in Betrieb genommen Foto:jk

Per Knopfdruck haben Joachim Hofmann, Geschäftsführer MVV Energy-Solutions, Franz Hacker, Geschäftsführer LINHARDT, sowie Staatssekretär Andre Baumann (von links) das BHKW in Betrieb genommen Foto:jk

Dabei betonte Baumann die Bedeutung der Kraft-Wärme-Kopplung für den Klimaschutz, den man im Übrigen nur zusammen mit den Vertretern der Wirtschaft realisieren könne. Wenn dies gelinge, so Baumann weiter, könne man die Zukunftsfähigkeit Baden-Württembergs auch als Leitregion des Klimaschutzes sichern. Dem Dank schloss sich auch Dr. Joachim Hofmann, Geschäftsführer der MVV EnergySolutions GmbH an. Dieser betonte in seinem Grußwort die aktive Rolle des MVV-Konzerns bei der Gestaltung der Energie-wende. Die Firma selbst habe nun im Rahmen eines Contracting-Modelles rund 1,1 Millionen Euro an Investitionsvolumen bei der Realisierung des Projektes getätigt.

Ilja Lifschitz, Referent Energie bei der IHK Karlsruhe, stellte seinem Grußwort das Beispiel der Firma LINHARDT voran. Man trete, so Lifschitz derzeit in die entscheidende Phase der Energiewende ein, wobei erneuerbare Energien schon zu einem Drittel zur Stromproduktion beitragen. Die heimische Wirtschaft zeige dabei eine hohe Anpassungsfähigkeit, wobei Versorgungssicherheit, Ökonomie und Ökologoe als zentrale Bestandteile gelten, so Lifschitz. Die Firma LINHARDT sei zentraler Bestandteil der „Karlsruher Energieschule“ und werde auch als „Best Practice“-Beispiel dienen.

Bürgermeister-Stellvertreterin Sandra Striegel-Moritz überbrachte für den verhinderten Bürgermeister Thomas Ackermann die Grüße von Gemeinderat und Verwaltung und sicherte der Firma LINHARDT weiterhin die volle Unterstützung der Gemeinde zu. Der Klimawandel sei ein Fakt, so Striegel-Moritz und auch die Firma LINHARDT leiste nun einen weiteren Beitrag zum kommunalen Klimaschutz. Sie verdeutlichte die Größenordnung des Kraftwerkes, welches von der Anschlussleistung her in der Lage sei, rund 40 % der Hambrücker Haushalte mit Strom zu linhardt_ledversorgen. Abschließend lobte Franz Hacker das Projektteam mit Thomas Scheuermann, Projektleiter und Chef der technischen Instandhaltung sowie Dieter Walter, Einkaufschef der Firma LINHARDT, welche das komplexe Projekt innerhalb eines Jahres realisieren konnten. Ganz besonders zeichnet das Blockheizkraftwerk nicht nur seine äußerst geringe Verlustleistung, sondern insbesondere die angedockte Absorptionskältemaschine aus. Diese sorgt dafür, dass überschüssige Wärme in Kälte umgewandelt wird und somit der Fabrikation zur Verfügung steht. Zum Abschluss der Feierstunde wurde die Anlage dann mit einem symbolischen Knopfdruck in Betrieb genommen. Anschließend erhielten die Gäste dann einen aufschlussreichen Rundgang durch die Produktion der Firma LINHARDT.

Originalartikel: Badische Neueste Nachrichten